KRITIS-Dachgesetz: Schutz kritischer Infrastrukturen

Das KRITIS-Dachgesetz verpflichtet Betreiber kritischer Anlagen zur Umsetzung nachweisbarer Sicherheitsmaßnahmen für die physische Resilienz. Bei RUMATEK erhalten Sie passende Lösungen unterschiedlicher Sicherheitsstufen für die Geländesicherung und die Zufahrts- und Zutrittskontrolle.

Lösungen für verschiedene Sicherheitsstufen
Zertifizierte Produkte
Zuverlässiger Nachweis gegenüber BBK
Physischer Perimeterschutz nach KRITIS-Dachgesetz
Beratung, Planung, Montage & Service
Einsatzbereiche

Grundlagen der KRITIS-Verordnung

Das KRITIS-Dachgesetz ist seit dem 17. März 2026 in Kraft und verändert die Anforderungen an den physischen Schutz kritischer Infrastrukturen grundlegend. Erstmals gelten bundesweit einheitliche Mindeststandards für deren Perimeterschutz: Physische Absicherungen durch Hochsicherheitspoller, Tore, Schranken oder Drehkreuze sowie gesicherte Zufahrts- und Zugangskontrollen sind keine optionalen Maßnahmen mehr, sondern gesetzliche Pflicht. Für RUMATEK bedeutet das: Betreiber kritischer Anlagen benötigen umfassende Lösungen für Ihre Sicherheitsanforderungen und einen Partner, der Planung, Montage, Service und Nachweis aus einer Hand übernimmt.

KRITIS – was steckt dahinter?

Als kritische Infrastrukturen gelten essenzielle Anlagen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung die Versorgung von mindestens 500.000 Menschen gefährden würde. Das KRITIS-Dachgesetz betrifft mehrere Sektoren, darunter Energie, Finanz- und Versicherungswesen sowie öffentliche Verwaltungen.

Wichtig: Das KRITIS-Gesetz regelt den physischen Schutz, also bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen. Es ergänzt die NIS2-Richtlinie, die Cybersicherheit adressiert. Viele Betreiber fallen unter beide Regelwerke. Bundesländer können zudem niedrigere Schwellenwerte festlegen, sodass auch regional wichtige Einrichtungen – etwa Stadtwerke, kommunale Kläranlagen oder lokale Krankenhäuser – unter das Gesetz fallen können.

Energie

Energieversorger gehören zu den wichtigsten Schutzzielen des KRITIS-Dachgesetzes, da ihr Ausfall unmittelbare Folgen für Millionen von Haushalten und Betrieben hätte.

Siedlungsabfallentsorgung

Entsorgungsanlagen und Deponien gelten als kritische Infrastruktur, sobald ihr Ausfall die öffentliche Hygiene und Versorgung einer Region beeinträchtigen würde.

Transport und Verkehr

Flughäfen, Bahnhöfe, Häfen und Straßeninfrastruktur erfordern zuverlässige Zufahrtskontrollsysteme, um den geregelten Betrieb auch unter erhöhtem Sicherheitsbedarf aufrechtzuerhalten.

Informationstechnik und Telekommunikation

Rechenzentren und Netzknoten zählen zu den am stärksten gefährdeten KRITIS-Standorten. Physischer Perimeterschutz ist hier ebenso relevant wie digitale Sicherheitsmaßnahmen.

Finanz- und Versicherungswesen

Rechenzentren und Verwaltungsgebäude von Banken und Versicherern sind unbedingt zu schützen, da Betriebsunterbrechungen die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährden können.

Ernährung

Große Lebensmittelproduktions- und Logistikanlagen fallen unter das KRITIS-Dachgesetz, wenn ihr Ausfall die Versorgung der Bevölkerung in einer Region gefährden würde.

Gesundheit

Krankenhäuser, Labore und Einrichtungen der Arzneimittelversorgung müssen Zufahrten für Rettungsdienste jederzeit sichern und unbefugten Fahrzeugverkehr unterbinden.

Weltraum

Bodenstationen und Kontrollzentren der Raumfahrtinfrastruktur erfordern höchste Sicherheitsstandards – auch auf der physischen Ebene.

Trinkwasser

Wasserwerke und Aufbereitungsanlagen sind besonders sensible Standorte, an denen der physische Perimeterschutz direkt die Versorgungssicherheit der Bevölkerung beeinflusst.

Öffentliche Verwaltung

Behörden und Verwaltungsgebäude auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sind verpflichtet, ihre Zufahrten und Zugänge nach den Vorgaben des KRITIS-Dachgesetzes zu sichern.

Abwasser

Kläranlagen und Pumpstationen sind oft weitläufige, schwer zu überwachende Areale, welche umfassende Geländeabsicherungen benötigen.

Serviceportfolio

Perimeterschutz für KRITIS-Anlagen: Produkte von RUMATEK

Für die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen stehen bei RUMATEK Systeme unterschiedlicher Sicherheitsstufen zur Verfügung – von einfachen Schrankenanlagen und Toranlagen über Personenvereinzelung bis hin zu zertifizierten mobilen Fahrzeugsperren oder Anti-Terror-Pollern mit definierter Anprallast. Alle Produkte sind auf dauerhafte Nutzung im Außenbereich ausgelegt und lassen sich in übergeordnete Zufahrtskontrollsysteme integrieren.

Schwarze automatische Poller in belebter Fußgängerzone mit Kopfsteinpflaster.

Hochsicherheitspoller

Hochsicherheitspoller sichern Zufahrten zu kritischen Anlagen gegen Fahrzeuganprall – zertifiziert nach international anerkannten Prüfnormen.

  • Bauweise: je nach Modell entnehmbar, automatisch oder feststehend
  • Zertifizierung: PAS 68, IWA 14-1, ASTM F2656;
  • Operation after Impact: voll funktionsfähig nach Anprall

Einsatz: Zufahrten zu Energieversorgern, Behörden, Rechenzentren, Krankenhäusern, Wasserwerken

Drehkreuz aus Stahl an gesichertem Zugang in Innenbereich.

Personenvereinzelung und Drehkreuze

Drehkreuze und Vereinzelungsanlagen steuern den Personenzugang zu gesicherten Bereichen.

  • Funktion: kontrollierter Einzeldurchlass, Kombination mit Ausweisleser oder biometrischen Verfahren o. ä. möglich
  • Nachweis: lückenlose Protokollierung aller Zugangsvorgänge für Compliance-Dokumentation

Einsatz: Eingangs- und Schleusenbereich von KRITIS-Anlagen, Kombination mit Schranke oder Poller

Rote mobile Fahrzeugsperren sichern Veranstaltungsgelände mit Besuchern.

Mobile Fahrzeugsperren

Mobile Fahrzeugsperren ermöglichen flexiblen Sofortschutz ohne festen Einbau und eignen sich als Übergangslösung oder Ergänzung zu stationären Systemen.

  • Bauweise: transportable Sperrelemente, keine Fundamentarbeiten erforderlich
  • Flexibilität: schnell positionierbar, kombinierbar mit stationären Pollern oder Schrankenanlagen

Einsatz: temporäre Absicherung laufender KRITIS-Betriebe, Sofortmaßnahme bis zur Festinstallation

Sperrgitterschranke sichert beleuchtete Einfahrt bei Dunkelheit und Regen.

Sperrgitterschranken

Sperrgitterschranken kontrollieren Fahrzeugzufahrten zu KRITIS-Arealen und lassen sich zu einem abgestuften Schutzkonzept kombinieren.

  • Bauweise: elektrischer Schrankenantrieb mit vertikalem Gitterelement
  • Steuerung: Anbindung an Zutrittskontrollsysteme, Kennzeichenerkennung und übergeordnete Gebäudeleittechnik

Einsatz: Werkszufahrten, Energieanlagen, Logistikzentren kritischer Versorgungsinfrastruktur

Schwarzes Schiebetor an Zufahrt zu Industriehalle mit Lkw-Stellfläche.

Schiebetore

Schiebetore sichern weitläufige KRITIS-Anlagen an der Geländegrenze und lassen sich vielseitig kombinieren.

  • Bauweise: stabile Stahlkonstruktion, automatisiert oder manuell bedienbar
  • Integration: kombinierbar mit Hochsicherheitspollern, Zutrittskontrolle und Videoüberwachung

Einsatz: Umspannwerke, Wasserwerke, Kläranlagen, Rechenzentren

Ihre Vorteile

Systeme für kritische Infrastruktur – Ihre Vorteile bei RUMATEK

Das Angebot bei RUMATEK für KRITIS-Projekte verbindet technisch ausgereifte Produkte mit einer strukturierten Projektbegleitung über den gesamten Produktlebenszyklus. Daraus entstehen Lösungen, die zuverlässig funktionieren und sich dauerhaft in bestehende Sicherheitskonzepte einfügen.

Durchdachte Komponenten & Integration

Sämtliche Lösungen greifen technisch ineinander und lassen sich an bestehende Zufahrtssteuerungen und Gebäudesysteme anbinden.

Für den Dauerbetrieb konzipiert

Antriebe und Steuerungseinheiten sind auf wiederkehrende und hoch frequente Schaltzyklen ausgelegt und überzeugen mit einer gleichbleibend zuverlässigen Funktion.

Projektspezifische Lösungen

Bauform, Steuerungskonzept und technische Ausstattung werden individuell abgestimmt, damit jede Anlage den Anforderungen des KRITIS-Gesetzes für die konkrete Situation gerecht wird.

Verlässliche Planung & Umsetzung

Die Vorabplanung erfasst bauliche Voraussetzungen, technische Vorgaben und gesetzliche Fristen. Das erlaubt eine normgerechte Realisierung ohne Zeitverzug.

Bei RUMATEK erhalten Sie zertifizierte KRITIS-Lösungen mit vollständiger technischer Dokumentation, inklusive Prüfnachweisen für Ausschreibungen sowie Behördennachweise. Zudem profitieren Sie von einem klaren Prozessablauf mit erfahrenen Ansprechpartnern.

Das KRITIS-Dachgesetz: gesetzlicher Rahmen für physischen Schutz

Bei RUMATEK erhalten Sie zertifizierte KRITIS-Lösungen mit vollständiger technischer Dokumentation, inklusive Prüfnachweisen für Ausschreibungen sowie Behördennachweise. Zudem profitieren Sie von einem klaren Prozessablauf mit erfahrenen Ansprechpartnern.

Beratung

Was fordert das Gesetz hinsichtlich des Schutzes kritischer Infrastruktur?

Das KRITIS-DachG verpflichtet Betreiber zu technischen, baulichen, organisatorischen und personellen Maßnahmen für physische Resilienz. Im Einzelnen umfasst das:

Bei Nichteinhaltung drohen hohe Bußgelder.

Belebter Innenstadtplatz mit Gastronomie im Freien, Bäumen und niedrigen Absperrpollern am Rand des Kopfsteinpflasters.
Wichtige Informationen

Wichtige Fristen des KRITIS-Gesetzes

Bundesweit sind nach erster Einschätzung rund 2.000 Betreiber kritischer Anlagen verpflichtet. Da die Bundesländer tiefere Schwellenwerte veranlassen dürfen, greift die erste Schätzung vermutlich zu tief.  Die gesetzlichen Fristen laufen gestaffelt:

Schnell-Check für Betreiber:

Trifft mindestens eine dieser Fragen zu, besteht Handlungsbedarf.

Rumatek Hochsicherheitspoller

Welche Anprallklasse brauche ich laut KRITIS-Gesetz? Orientierung für die Planung

Beachten Sie: Die folgenden Angaben dienen der ersten Orientierung. Eine verbindliche Einordnung ergibt sich aus der Risikoanalyse nach KRITIS-Dachgesetz. Für eine projektspezifische Abstimmung steht RUMATEK gerne zur Verfügung.

Internationale Prüfnormen im Überblick:

Hochsicherheitspoller und Fahrzeugsperren für KRITIS-Anlagen werden nach anerkannten internationalen Standards geprüft und klassifiziert:

M30 und M50 sind die in KRITIS-Projekten am häufigsten anzutreffenden Sicherheitsstufen. Beide basieren auf einem 7,5-Tonnen-Fahrzeug, unterscheiden sich jedoch in der geprüften Aufprallgeschwindigkeit: M30 bei 48 km/h, M50 bei 80 km/h. Welche Stufe für einen konkreten Standort erforderlich ist, legt die Risikoanalyse nach dem KRITIS-Dachgesetz fest.

Entscheidungshilfe: Welche Anprallklasse ist für Ihre KRITIS-Anlage geeignet?

Frage Ja → Empfehlung Nein → weiter
1. Handelt es sich um ein Behörden-, Botschafts- oder Hochrisikoobjekt? M50 empfohlen, Operation after Impact → Frage 2
2. Beträgt die freie Anfahrstrecke vor der Sperre mehr als ca. 25 Meter? M50 prüfen – höhere Aufprallgeschwindigkeit möglich → Frage 3
3. Handelt es sich um eine Werkszufahrt, kommunale KRITIS-Anlage oder öffentliche Einrichtung? M30 in der Regel ausreichend Risikoanalyse nach §13 – RUMATEK-Beratung empfohlen

Alle Empfehlungen vorbehaltlich standortspezifischer Risikoanalyse nach KRITIS-Dachgesetz.

Kritische Infrastruktur: Gesetze und Anforderungen einhalten mit RUMATEK

RUMATEK begleitet KRITIS-Betreiber von der ersten Anfrage bis zur abgeschlossenen Installation und darüber hinaus. Das Leistungsangebot umfasst Beratung, Planung, Montage, Inbetriebnahme und Wartung aus einer Hand.

Für Ausschreibungen und Behördennachweise stellen wir vollständige technische Unterlagen bereit:

  • Produktdatenblätter und Maßzeichnungen
  • Prüfnachweise zur Normerfüllung (PAS 68, IWA 14-1)
  • Dokumentation für Compliance-Nachweise gegenüber BBK und Bundesnetzagentur

Unsere zentralen Ansprechpartner übernehmen die Koordination über alle Projektphasen. Das reduziert den internen Aufwand für KRITIS-Betreiber und sichert eine normkonforme Umsetzung.

FAQ

FAQ zum Schutz kritischer Infrastrukturen

Kritische Infrastrukturen sind Anlagen, Einrichtungen und Systeme, deren Ausfall oder Beeinträchtigung schwerwiegende Folgen für die öffentliche Versorgung hätte. Das KRITIS-Dachgesetz definiert diverse Sektoren, wie beispielsweise Energie, Wasser, Gesundheit, Transport und Telekommunikation. Maßgeblich ist ein Schwellenwert: Eine Anlage gilt als kritisch, wenn ihr Ausfall mindestens 500.000 Menschen betreffen würde. Bundesländer können abweichende, niedrigere Schwellenwerte festlegen.

Das KRITIS-Dachgesetz verpflichtet Betreiber zur Umsetzung technischer, baulicher, organisatorischer und personeller Schutzmaßnahmen. Dazu gehören Perimeterschutz, Zugangskontrollen, Risikoanalysen und Resilienzpläne. Zudem bestehen Melde- und Nachweispflichten gegenüber dem BBK. Bei Verstößen sind hohe Bußgelder möglich.

Die erste Pflichtfrist ist der 17. Juli 2026: Bis zu diesem Datum müssen sich betroffene Betreiber beim BBK registrieren. Danach laufen gestaffelte Fristen für Risikobewertung (9 Monate) und Umsetzung aller Maßnahmen (10 Monate). Ab 2027 nimmt das BBK erste Überprüfungen und Audits vor. Bußgelder drohen bei Nichteinhaltung bereits ab 2027.

Bundesweit sind rund 2.000 Betreiber kritischer Anlagen in verschiedenen Sektoren verpflichtet. Maßgeblich ist nicht die Unternehmensgröße, sondern der Schwellenwert der versorgten Personen. Betreiber können sich per Selbsteinschätzung identifizieren; das BBK kann Betreiber aber auch aktiv kontaktieren und zur Registrierung auffordern. Auch regional bedeutsame Einrichtungen wie Stadtwerke oder kommunale Krankenhäuser können unter das Gesetz fallen, sofern das jeweilige Bundesland niedrigere Schwellenwerte festgelegt hat.

Für KRITIS-Anlagen kommen zertifizierte Hochsicherheitspoller, Sperrgitterschranken, Schiebetore, mobile Fahrzeugsperren und Drehkreuze zum Einsatz. Entscheidend sind geprüfte Anprallklassen (PAS 68, IWA 14-1) und die Möglichkeit, Systeme in übergeordnete Zutrittskontrolllösungen zu integrieren. Die Produktauswahl richtet sich nach der Risikoanalyse des jeweiligen Standorts. RUMATEK berät zur anforderungsgerechten Kombination der Systeme.

M50 bezeichnet die höchste verfügbare Sicherheitsstufe nach den Normen PAS 68 und IWA 14-1. Ein Poller dieser Klasse hält dem Aufprall eines 7,5-Tonnen-Lkws bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h stand. Unterschiedliche Modelle erfüllen diese Anforderung und bleiben dank Operation-after-Impact-Eigenschaft auch nach einem Anprall voll funktionsfähig. Diese Klasse kommt typischerweise bei Behörden und Botschaften zum Einsatz.

NIS2 regelt die digitale Cybersicherheit: Netzwerksicherheit, IT-Systeme und Incident Response stehen im Fokus. Das KRITIS-Dachgesetz adressiert dagegen physische und organisatorische Resilienz, also Perimeterschutz, Zugangskontrollen und Resilienzplanung. Viele Betreiber fallen unter beide Regelwerke und müssen beiden Anforderungen parallel gerecht werden.

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